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Elke Wichert

geboren am 19. April 1957 in Wismar
gestorben am 26. Juli 2025 in Flensburg

Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man nicht durch den Tod verlieren.
Goethe
Kerze

Wolfgang Wichert
entzündete diese Kerze am 7. September 2026 um 10.36 Uhr

Mein Liebes,
du fehlst mir immer noch sehr und ich denke täglich an dich.

Wir hatten so viele schöne gemeinsame Erlebnisse und es freut mich sooo sehr dies alles mit dir erlebt zu haben.
Ja, ich bin auch stolz und glücklich, dass wir unser Leben so schön und einfach geregelt hatten.
Es war ganz einfach, jeder hat das an anfallender Arbeit erledigt was er am besten konnte und für unsere Gemeinschaft sinnvoll war.
Ich habe es geliebt dich mit leckeren Gerichten zu verwöhnen und du hast unseren Haushalt erledigt. Manchmal habe ich dich auch dabei unterstützt.
Aber du hattest wirklich sehr gute Ordnungssysteme.
Einige davon habe ich übernommen und regle es noch heute so wie du es gemacht hast und ich von dir übernommen habe.
Ich erinnere mich noch daran, als in Bremerhaven Handwerker zu uns kamen um irgendwelche Arbeiten in der Wohnung zu reparieren.
Es war ein “ungeschriebenes Gesetz“ das Handwerker sich nicht zu den Einrichtungen und Lebensweisen der Bewohner äußerten.
Aber ich erinnere mich, das zwei Handwerker zu uns kamen und Arbeiten/Reparaturen erledigen mussten.
Einer musste in der Küche an der Spüle arbeiten.
Als er den Schrank unterhalb der Spüle öffnete war er so fasziniert, das er zu seinem Kollegen rief:
“Komm mal her und schau dir das an! Das nenn ich Ordnung!“
Ja, alles war von dir sauber und ordentlich eingerichtet!

Auch deine Kollegen: innen schätzten deine Arbeitsweise.
Als wir nach Berlin umgezogen sind hast du dich im Tucher am Brandenburger Tot vorgestellt und wurdest auch sofort eingestellt.
Du warst sehr froh und stolz wieder in einem richtig guten Restaurant arbeiten zu können.
Du hattest aber natürlich auch Spätdienste bis nachts um 01:00 Uhr.
Diese Spätdienste waren für dich aber zu belastend und so bist du zu Herrn Haupt, dem Leiter des Restaurant, gegangen und hast ihm erklärt, das du “keine Nachteule bist“ und leider aufhören musst, da die Spätdienste dich zu sehr belasten.
Herr Haupt wollte dich aber nicht so einfach gehen lassen und bot dir an, dass du nur Frühdienste machen solltest. Dem hast du zugestimmt.
Seit dieser Zeit hast du nur Frühdienste von 07:00 Uhr bis ca. 16:30 Uhr geleistet.
Das tolle daran war, keine deiner Kolleginnen war deshalb auf dich neidisch oder fand es ungerecht. In Gegenteil alle waren glücklich und zufrieden wenn du im Frühdienst warst.
Denn wenn du Frühdienst hattest waren alle anfallenden Arbeiten sorgfältig erledigt und wenn das Mittagsgeschäft begann konnten alle Abläufe reibungslos laufen.
Deine Ordnungssysteme und Arbeitsabläufe waren einfach super.
Niemand deiner Kollegen-innen mochte den Frühdienst gerne.
Die notwendigen Vorarbeiten und gleichzeitig verschiedene Frühstücke für Gäste zu organisieren war für deine Kollegen-innen zu herausfordernd.
Und Herr Haupt war noch Jahre später stolz darauf, diese ungewöhnliche Einstellung gemacht zu haben.
Ja, du wurdest sehr bewundert und geschätzt von deinen Kollegen-innen aber auch von der Restaurantleitung, denn du warst eine wirklich gute Leistungsträgerin.
Das war bei deinen täglichen, hohen Abrechnungen am Nachmittag zu sehen.
Nicht selten hast du das Doppelte abrechnen können als deine Kollegen: innen.

Wenn möglich habe dich gerne morgens zum Brandenburger Tor gebracht.
Das tolle, Berlin ist auch nur ein großes Dorf.
Wenn wir auf den Pariser Platz gefahren sind haben wir morgens viele Polizisten und Sicherheitsleute begrüßt. Man kannte sich einfach durch die tägliche Routine.
Im Restaurant habe dir beim Abstuhlen und Eindecken der Tische geholfen und wenn die ersten Kollegen-innen der Küche kamen wurde erst einmal gemeinsam Kaffee getrunken und ein Päuschen gemacht und erzählt was so gerade anfiel.
Du wusstet genau wer wie seinen Kaffee oder Tee trank.
Alle liebten es von dir verwöhnt zu werden.
Danach bin ich dann in die Schönhauser zu Arbeit gefahren und habe dich oft gegen 16:30 Uhr wieder abgeholt.
Du warst auch bei den Gästen sehr beliebt.
Das sah man an dem üppigen Trinkgeld, zwischen 50€ und 130€, das du täglich bekommen hast.
Wir sind dann oft irgendwo zum Essen gefahren und habe den Tag langsam ausklingen lassen.

Es hatte sich bei uns so eingespielt, dass die anfallenden, laufenden Kosten von unseren Konten abgebucht wurden und du kaum zur Bank musstet um Geld abzuheben. Du hattest ja dein “tägliches Taschengeld“ , Ha Ha ha.
Die monatliche Bezahlung im Tucher war in den Wintermonaten sehr “stockend“ und wurde manchmal mit wochenlanger Verzögerung gezahlt.
Alle Mitarbeiter fragten untereinander: Hast du schon dein Geld vom letzten Monat erhalten?
Auch du, meine liebe Elke, wurdest von Claudia Schäfer einmal gefragt: “Ist bei dir das Geld schon drauf?“
Deine Antwort: “ keine Ahnung, ich war seit 4 Monaten nicht zur Bank.“
Claudia schaute dich ungläubig und fragend an: “Ist da dein Ernst? Alle haben Sorgen mit ihrem ausstehendem Geld und Elke kümmert es gar nicht?"
Ja es war tatsächlich so!
Du, meine liebe Elke, warst in diesem Bereich ganz entspannt.
Es lief bei uns alles ohne Sorgen.
Ach, das war schon eine sehr schöne Zeit für uns zwei.

Wenn ich daran denke, freut es mich so sehr, welch schöne Zeiten wir erlebt haben.

In Liebe und Dankbarkeit für diese schönen Erinnerungen

Dein Wolfgang

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Stimmungsbild

ingrid
schrieb am 7. September 2025 um 16.46 Uhr

Liebe Maria

Mein herzliches Beileid.
Viel zu früh hast Du Deine Mutter verloren.
Sie war immer so stark.
In Gedenken an Elke ein stiller Händedruck.

Ingrid ( Freundin von Birgit )

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Der letzte Termin

Trauerkaffee im Restaurant & Hotel Wismar, Breite Str.10 in 23966 Wismar

Mittwoch, 10. September 2025 15.00 Uhr

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