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Elke Wichert

geboren am 19. April 1957 in Wismar
gestorben am 26. Juli 2025 in Flensburg

Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man nicht durch den Tod verlieren.
Goethe
Kerze

Wolfgang Wichert
entzündete diese Kerze am 29. August 2026 um 22.30 Uhr

Mein Liebes ❤️,
habe viele Bilder gefunden, die ich schon lange nicht angesehen hab und bei vielen Bildern fallen mir sooo lustige Erlebnisse mit dir ein.
2013 hatte ich meinen 60 Geburtstag.
In der Kreditoren-Abteilung der HV haben die Kollegen: innen zum Geburtstag für die Kollegen: innen der Abteilung selbst gebackenen Kuchen mitgebracht und es wurde gemeinsam gefeiert.
Zum meinem 60 sollte es schon etwas besonders sein.
Zumal ich als “Exot aus dem Restaurant-Bereich“ in der Abteilung eine kleine Sonderstellung genoss.
Also fragte ich meine Kollegen aus dem Marketing-Bereich, ob ich die Versuchsküche im Haus für mein Anliegen benutzen darf.
Wurde genehmigt.
Du hast deinen leckeren Mohn-Schecke-Kuchen und eine tollen Apfelkuchen noch für mich gebacken.
Und so haben wir, Du, Bärbel und ich an meinem Geburtstag morgens in der Versuchsküche frische Brötchen aufgebacken und lecker mit Stremellachs, geräuchertem Lachs, Schinken, Käse und anderen Leckereien belegt und ansprechend dekoriert und in meinem Büro aufgetischt.
Ja, die Überraschung war uns wieder einmal gelungen.
So etwas haben wir beide immer gerne gemacht.
Familie, Freunde und wie in diesem Fall meine Kollegen: innen zu überraschen.
Die Überraschung wurde gerne angenommen.
Als meine Kollegen: innen bei uns in meinem Büro waren habe ich dich natürlich meinen Kollegen: innen vorgestellt.
Frau Rademacher sagte: “Ja, mein Nachbar hat auch eine jüngere Frau geheiratet“.
Ja, so etwas passiert häufig. Hatte mir aber auf diese Bemerkung nichts gedacht.
Nachmittags haben wir uns mit Bärbel und Abdu in der Oberen Bürger im Café getroffen und in einem kleine Rahmen schön gefeiert.
Dabei sprach Bärbel mich noch einmal auf die Bemerkung von Frau Rademacher an, ihr Nachbar habe auch eine jüngere Frau geheiratet und erklärte mir, dass Frau Rademacher den Eindruck hatte ich habe eine deutlich jüngere Frau geheiratet.
Dies Bemerkung hatte ich gar nicht so aufgefasst, denn ich hatte ja keine deutlich jüngere Frau geheiratet !
Ha Ha, du warst ja auch schon 56 Jahre alt aber sahst immer noch aus wie 35 Jahre.
Ja, da war wieder dein jugendlicher Charm und dein jugendliches Aussehen.
Manchmal bin ich einfach naiv und erfasse die Situation nicht sofort. Ha, Ha,
Ja, habe tatsächlich Bilder von diesem Erlebnis gefunden.
Und ja es stimmt. Du sahst wirklich deutlich jünger aus als 56 Jahre alt.

Mit Abdu und Bärbel haben wir viele schöne gemeinsame Zeit, nachmittags und auch viele Abends, verbracht.
Mir fiel noch ein besonderer Abend mit den Beiden ein.
An einem Samstag im Sommer, es war wieder Hafenfest in Bremerhaven, sind wir gemeinsam mit den Beiden zum Hafen und haben uns die vielen Schiffe, das tolle Treiben und die vielen Stände und Veranstaltungen angesehen.
Spät, gegen 21 Uhr hatte ich noch etwas Appetit auf ein Grillwürstchen.
Aber es gab nur einen Grill-Stand vor dem deshalb eine lange Menschen-Schlange stand und alle geduldig warteten.
Warten war nie meine Stärke, also hab ich mich für ein Fischbrötchens entschieden.
Bei einem Imbisswagen mit Fischbrötchen bestellte ich mir ein leckeres Bismarck-Brötchen.
Nachdem ich bestellt und bezahlt hatte gab mir eine junge Verkäuferin, eingewickelt in einer Serviette, das Fischbrötchen.
Als ich das Brötchen nahm stellte ich fest, dass das Brötchen total aufgeweicht und durchnässt war und sagte zur Verkäuferin, ob sie mir wegen des aufgeweichten Brötchen ein anders, ein frisches Brötchen geben könne.
Sie erwiderte, sie dürfe ausgehändigte Produkte nicht zurücknehmen.
Ich bat, sie möge lediglich den Belag auf ein frische Brötchen legen, denn ein durchgeweichte Brötchen schmeckt nicht.
Plötzlich erschien ein älterer Mann im hinteren Verkaufsraum und hielt einen Seelachs in der Hand und drohte damit mir diesen Fisch um die Ohren zu hauen.
Grinsend sagte ich nur: na, dann komm mal aus deiner Fischbude raus, das möchte ich mal sehen.
Dann wies der Man die Verkäuferin an: “Einpacken, das kam er mitnehmen“.
Ich antwortete: “Aber dadurch, dass ich das Bötchen mitnehme wird es ja nicht besser und es würde unangenehm, wie ein Schwamm im Mund, schmecken“.
Die junge Verkäufern war total irritiert und packte wie angewiesen das weiche, durchnässte, Fischbrötchen in eine Papiertür und legte es mir auf die Theke.
Nun war es mir zu bunt.
Ich nahm die Tüte mit dem eingepackten durchnässten Fischbrötchen und warf es wütend in Richtung des Mannes im Hinterraum und rief: "Diesen Mist kannst du alleine essen“ und ging.

Als ich euch traf schautet ihr mich erstaunt an.
Ihr konntet nicht richtig glauben was gerade geschehen war.
Aber dann lachten wir den ganzen Heimweg darüber.

Als wir am Sonntagmorgen aufwachten, strahlst du mich mit einem großen Lachen im Gesicht an,
Ich fragte erstaunt: “Warum lachst du mich an?“
Deine Antwort: " Ich sehe dich immer noch das Fischbrötchen in den Imbisswagen werfen".
Und wir beide lachten noch einmal laut los.
Ja, du warst auch sehr stolz auf mich!
Du hattest einen Mann, der zeigte, so etwas macht man nicht mit einem Wichert!!

Weil ich aus meinem Berufsleben die Abläufe/ Auflagen kannte, die bei einem Stadtfest von den zuständigen Behörden durchgeführt werden, hab ich am folgenden Tag das zuständige Gewerbeamt und das Hygieneamt in Bremerhaven angeschrieben, den Vorfall beschrieben und nachgefragt wer für die Qualitätskontrolle bei Stadtfesten zuständig sei.
Das Gewerbeamt erklärte, das es nicht zuständig sei.
Drei Tage später erhielt ich eine Antwort vom “Ober- Veterinär“ des Hygieneamtes Bremen.
Im Schreiben erklärte er, dass man mein Schreiben im Kreise aller Kollegen besprochen habe.
Durch die Art wie es verfasst war, war zu entnehmen, dass man beim vortragen meines Schreibens im Kreis der Veterinär sehr geschmunzelt und gelacht hat.
Er beschrieb, dass aus Hygienischen/ Biologischen Gründen wohl keine Beanstandung vorgelegen habe.
Aber er sagte mir zu, dass er persönlich mit dem Betreiber des Fischbrötchen-Wagen sprechen werde und ihn auf Qualitätskontrollen hinweisen wird. Veterinäre kennen ja fast alle örtlichen Betreiber schon jahrelang.
Bei späteren Festen haben wir den Imbisswagen oft gesehen und die Brötchen waren immer in guter Qualität.

Ach, mein Liebes, mit dir war alle so leicht und selbstverständlich.

Heute fehlst du mir immer noch sehr.

In Liebe ❤️

Dein Wolfgang

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Stimmungsbild

ingrid
schrieb am 7. September 2025 um 16.46 Uhr

Liebe Maria

Mein herzliches Beileid.
Viel zu früh hast Du Deine Mutter verloren.
Sie war immer so stark.
In Gedenken an Elke ein stiller Händedruck.

Ingrid ( Freundin von Birgit )

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Der letzte Termin

Trauerkaffee im Restaurant & Hotel Wismar, Breite Str.10 in 23966 Wismar

Mittwoch, 10. September 2025 15.00 Uhr

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